Bevor wir morgen unseren Mietwagen schnappen und Windhoek endlich Richtung Botsuana verlassen, hier ein kurzes Update, wo wir uns in den letzten Tagen seit Moshi rumgetrieben haben:

 

Direkt nach der Kili-Besteigung goennten wir uns keine Ruhe, diese wollten wir dann erst auf Sansibar geniessen. Also den naechsten Tag 9,5 Stunden im Bus gehockt und ab nach Dar es Salam.  Wir hatten anfangs noch die Hoffnung, am selben Tag die Faehre auf die Insel zu erwischen, waren wir statt dessen erst bei Einbruch der Dunkelheit in Dar. Und Dar ist eine der schlechtesten Orte, um als Weisser Auslaender nachts durch die Strassen zu spazieren. Zumal wir noch keine Unterkunft hatten. Dies stellte sich bis dahin als kein Problem dar, allerdings merkten wir in Dar, was es bedeutet, in der Hochsaison zu reisen. Die ersten 4 Hostels stellten sich als ausgebucht heraus. Gluecklicherweise kannte unser Taxifahrer eine Absteige in unserem Preisniveau, die nicht im Lonely Planet steht und brachte uns und ein Daenisches Paerchen, die das gleiche Problem hatten, dort hin.

Den naechsten Tag ging es dann ohne Fruehstueck direkt auf die Faehre, um die Insel zu erobern. Den Trasfer zu unserem Hotel im Norden verbanden wir mit einer ueberteuerten City- und Spicetour, aber wir waren recht froh, uns um nichts kuemmern zu muessen.

Unser Hotel war traumhaft, genau wie der Strand und alles drum herum. Allerdings waren wir von den Warnungen unseres Reisefuehrers ein wenig irritiert, der Nungwi als das Ibiza Afrikas mit naechtelangen Parties und Alkoholexzessen incl. leichter Maedchen beschrieben hat. Entweder war der Autor noch nie auf Ibiza oder es hat sich in den letzten Monaten so einiges geaendert. Auf jeden Fall gab es super Standbars, tropische Cocktails und leckersten frischen Fisch und Seafood.

Zum Wetter sag ich lieber nix, es war auf jeden Fall besser als letztes Jahr in Mexiko. War aber auch nicht schwer. Und so haben wir 4 Tage die Seele baumeln lassen, bis auf einen Schnorcheltrip zu den vorgelagerten Korallenriffs die Tage eher gemaechlich verlebt. Ansonsten ist Sansibar traumhaft schoen, sehr urspruenglich und einfach entspannt.

Den letzten Tag auf der Insel verbrachten wir in einer ueberteuerten Unterkunft (klar, ist ja Hochsaison) in Stonetown. Hier konnte man zum ersten Mal auch nachts durch die Strassen schlendern, wovon uns in den meisten anderen Staedten abgeraten wurde.

Dann auch wieder mit der Faehre zurueck nach Dar es Salam, hier erlebten wir als Gratishighlight, was ein waschechter Seegang ist. Sandra wird heute noch gruen, wenn sie daran denkt. In Dar goennten wir uns dann wieder die billigste Absteige, die wir finden konnten. War ja eh nur fuer ein paar Stunden, denn 07:30 Uhr ging unser Flieger ueber Johannesburg nach Windhoek. Den Flughafen in JoBurg kennen wir nun auch ausfuehrlich dank 8 Stunden Aufenthalt. In die Stadt haben wir uns nicht getraut...

So, und nun Windhoek. Wieder ein mittlerweile bekanntes Problem: Hochsaison. Nach der ersten Nacht, die wir in einer super Backpackerlodge verbrachten, mussten wir in eine deutlich heruntergekommene wechseln, weil die erste ausgebucht war. Die zweite stand wohl auch mal im Lonely Planet, mittlerweile koennen wir uns vorstellen, warum nicht mehr. Aber egal, besser als gar nix.

Man fuehlt sich schon ein wenig heimisch, wenn man die Goethe- oder Bismarkstrasse Richtung Ausspannplatz geht und dabei die Turnhalle und das Reichsvermessungsamt passiert. Im Supermarkt gibt es endlich sowas wie Schwarzbrot und wir haben uns ein Glas Nutella fuer 4,50 Euro gegoennt.

Ansonsten sind 3 Tage Windhoek deutlich zu viel, in ein paar Stunden hat man das wichtigste gesehen. Ich war gerade im Nationalmuseum, welches ich mit uebersichtlich und schnuckelig beschreiben wuerde. Unser Plan, die Stadt nachts unsicher zu machen, schlug insofern fehl, dass empfohlene Restaurants und Clubs vor etlichen Monden die Tore geschlossen haben. Wenigstens kulinarisch geht etwas, gestern waren wir in Joes Beerhouse, wo es fuer uns eine riessige Platte fleischiger Genuesse gab. Dabei haben wir festgestellt, dass Krokodil recht interessant schmeckt, Zebrafleisch nicht schwarz-weiss ist und Kudu und andere Viecher durchaus annehmbar schmecken. Nur das nationale Weissbier kann mit dem deutschen bei weitem nicht mithalten.

 

Wir konnten die Tage auch einiges fuer unsere Mietwagentour abklaeren und haben sogar eine Moeglichkeit gefunden, ins Okawanga-Delta zu fahren. Wir sind gespannt...

26.7.10 16:20

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bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Elias (3.8.10 22:23)
Hallo Lieblings-Patenonkel und Lieblings-Sandra,

danke für die Kili-Post!!! Damit kann ich morgen prima im Kindergarten angeben! Bringt bloß viele Fotos und noch mehr Geschichten und jede Menge Zeit mit. Ich will - wie immer - alles ganz genau wissen, was ihr erlebt habt.
Gestern hab ich mir meinen Schulranzen ausgesucht. Richtig cool mit Lego-Polizei drauf! Einige Entwürfe für meine selbstgebastelten Schulanfangseinladungen hab ich schon gebastelt. Jetzt muss nur noch schnell bissl Herbst und Winter werden, kurz Ostereier suchen und Geburtstag feiern und schwupps - schon bin ich ein Schulkind!
Wisst ihr eigentlich, dass ich schon richtig gut schwimmen, reinspringen und nach einem Ring im Wasser tauchen gelernt habe? Vielleicht hab ich am Freitag meine Schwimmprüfung und bin dann ein echtes "Seepferdchen"!!! Da staunste! Nicht nur ihr erlebt Abenteuer!
Ach ja - und unser schöner allerliebster Lieblingstrabbi wurde am Sonntag abgeholt. Wenigstens soll mit seinen Teilen ein anderer repariert werden. Wenn er in den Schrottcontainer gekommen wäre, hätte ich ihn heimlich wieder rausgeholt! Bestimmt! Bissl traurig ist es trotzdem.
Zu Amelies 4. Geburtstag waren nur kleine Mädls da. Keine wollte spielen, was ich gesagt hab. Phh - keene Ahnung. Und obwohl ich überhaupt ne der Bestimmer sein wollte, hat Mama mich mit Papa zum Opa geschickt, um Holz zu hacken. Toll ... Das nächste Mal darf Amelie auch nicht bei mir mitfeiern! Na oder vielleicht - erstmal sehen. Ist ja meine Lieblings-Schwester und manchmal ganz nett.
Bald wollen wir eine Woche in den Urlaub fahren. Aber meine Eltern haben noch keine gleichen Ideen, wo es hingehen könnte. Vielleicht sollten ich das mal entscheiden?
So viele Grüße - drückt euch mal gegenseitig von mir.

Elias

und der Rest der Familie


Anja (3.8.10 22:28)
Obwohl "Auszug aus meinem Tagebuch" richtig interessant war, lässt sichs inzwischen nicht mehr lesen.

Wie schon gesagt: Internet ist was Feines - wenns funktioniert ...

Ich freu mich übringens für euch, dass es mit dem Oka-Delta nun evtl. doch was wird!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Viel Spaß noch

Anja


Sven (4.8.10 19:32)
...Seefahrt ist eben doch nur was für echte Seebären


Anja in Vietnam (10.8.10 07:11)
Hallöchen Ihr 2!!
Stellt doch endlich mal ein par Bilder rein!!! Ich will Bilder! Wie war denn das Oka-Delta? Und könnt ihr mir nen Zebra mitbringen? Oder ein Erdmännchen, das passt sogar ins Handgepäck! Oder einen Säbelzahnschwerttigerfisch!!!! Den hat nicht jeder unddas is bestimmt der letzte Schrei.

Liebste Grüße aus Ho Chi Minh City


anja aus castletown (10.8.10 08:33)
Habt ihr euch wenigstens eine Spendenquittung ausstellen lassen?

Blöde Sache! Hoffentlich geht euch nicht zu viel Zeit verloren ... sonst verschiebt ihr einfach den Rückflug. Das wäre immerhin ein plausibler Grund.

Anja


marcel Spicecastle (10.8.10 20:44)
Hi zusammen,

wie läuft es bei Euch??? Habt ihr noch irgendwelche Sachen, die ihr gegen etwas eßbares eintauschen könnt? Hättest du nur etwas weiße Schokolade mitgenommen...
wann kommt ihr denn eigentlich zurück??? Muß doch nun bald mal um sein eure Zeit... Schöne Tage noch und Ohren steif halten. Marcel

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